Kategorie: News – Aktuelles

  • Positionierung: Warum der Bauchladen Zeit & Geld kostet

    Positionierung: Warum der Bauchladen Zeit & Geld kostet

    Positionierung ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Freiberufler und Solo‑Selbstständige. Trotzdem arbeiten viele mit einem sogenannten Bauchladen‑Angebot: Sie bieten viele Leistungen für unterschiedliche Zielgruppen an – in der Hoffnung, möglichst viele Kunden zu erreichen. Das Ergebnis ist oft das Gegenteil:
    weniger Anfragen, mehr Erklärungsbedarf, niedrigere Preise und hoher Akquiseaufwand.

    In diesem Artikel erfährst du:

    • warum ein Bauchladen deine Sichtbarkeit reduziert
    • welche Rolle die Macht der Nische spielt
    • warum ein klarer Expertenfokus wirtschaftlich sinnvoller ist
    • wie du deine ideale Zielgruppe definierst

    Was bedeutet „Bauchladen“ in der Positionierung?

    Ein Bauchladen beschreibt ein unklares, sehr breites Leistungsangebot ohne klaren Fokus auf eine bestimmte Zielgruppe oder ein konkretes Problem.

    Typische Beispiele:

    • „Ich mache Coaching, Beratung, Workshops und Onlinekurse“
    • „Ich arbeite mit Selbstständigen, Unternehmen und Privatpersonen“
    • „Ich helfe bei Marketing, Strategie, Mindset und Prozessen“

    Aus Marketingsicht ist das problematisch, weil potenzielle Kunden nicht sofort erkennen:

    • für wen das Angebot ist
    • welches Problem konkret gelöst wird
    • warum genau diese Person die richtige Wahl ist

    Warum ein Bauchladen dich Zeit und Geld kostet

    Eine fehlende Positionierung wirkt sich direkt auf Umsatz und Effizienz aus.

    1. Mehr Erklärungsaufwand in Verkaufsgesprächen

    Du musst immer wieder erklären, was du machst, für wen es gedacht ist und warum dein Angebot sinnvoll ist. Das verlängert Entscheidungsprozesse und senkt die Abschlussquote.

    2. Unpassende Anfragen

    Ein breites Angebot zieht Menschen an, die nicht ideal zu dir passen. Das führt zu:

    • aufwendigen Angeboten
    • Preisdiskussionen
    • Projekten mit geringem Gewinn oder hoher Belastung

    3. Geringere Zahlungsbereitschaft

    Allrounder werden im Markt leichter vergleichbar. Experten hingegen werden wegen ihres spezifischen Wissens gebucht – und besser bezahlt.

    Die Macht der Nische: Warum Fokus deine Sichtbarkeit erhöht

    Eine Nische ist kein Verzicht, sondern eine strategische Entscheidung.
    Sie beschreibt eine klare Kombination aus:

    • Zielgruppe
    • Problem
    • Situation

    Beispiel:

    „Ich unterstütze selbstständige Coaches dabei, ihre Positionierung zu schärfen, um planbar neue Kunden zu gewinnen.“

    Vorteile einer klaren Nische:

    • eindeutige Botschaften im Marketing
    • bessere Auffindbarkeit (SEO & Empfehlungen)
    • schnellere Vertrauensbildung
    • höhere Conversion‑Raten

    Je klarer deine Nische, desto leichter fällt es potenziellen Kunden, sich selbst wiederzuerkennen.

    Expertenfokus statt Allrounder: Die bessere Strategie

    Viele Freiberufler und Solo-Selbstständige glauben, ein breites Angebot sei sicherer. In der Praxis gilt:

    Experten werden gesucht. Allrounder werden verglichen.

    Ein klarer Expertenfokus bedeutet:

    • du löst ein bestimmtes Problem regelmäßig
    • du sammelst tiefere Erfahrung statt breiter Streuung
    • deine Ergebnisse werden reproduzierbar

    Das führt zu:

    • effizienteren Prozessen
    • klareren Angeboten
    • stärkerem Vertrauen
    • stabileren Einnahmen

    Positionierung beginnt bei der Zielgruppe – nicht beim Angebot

    Ein häufiger Fehler:
    Positionierung wird vom eigenen Können aus gedacht („Was kann ich anbieten?“).

    Erfolgreiche Positionierung beginnt bei der Zielgruppe: „Wem helfe ich – in welcher Situation – bei welchem Problem?“

    So definierst du deine ideale Zielgruppe

    1. Wer profitiert am meisten von deiner Arbeit?

    Analysiere deine bisherigen Kunden:

    • Wo hattest du die besten Ergebnisse?
    • Welche Kunden waren zufrieden und zahlungsbereit?
    • Mit wem arbeitest du am liebsten?

    Deine ideale Zielgruppe ist oft dort zu finden, wo Nutzen und Motivation am höchsten sind.

    2. Welches konkrete Problem löst du?

    Statt allgemeiner Beschreibungen solltest du ein klar benanntes Problem formulieren.

    Beispiel:

    • statt: „Ich biete Marketingberatung“
    • besser: „Ich helfe Solo‑Selbstständigen, eine klare Positionierung zu entwickeln, um konstant Anfragen zu erhalten.“

    Je konkreter das Problem, desto wirksamer deine Kommunikation.

    3. In welcher Situation befindet sich deine Zielgruppe?

    Kaufentscheidungen entstehen aus konkreten Situationen, zum Beispiel:

    • Gründung oder Neuausrichtung
    • Wachstum und Überforderung
    • stagnierende Umsätze
    • fehlende Sichtbarkeit

    Wenn du diese Situation benennen kannst, fühlt sich dein Angebot relevant an.

    Fazit: Klare Positionierung schlägt Vielfalt

    Ein Bauchladen vermittelt Flexibilität, erzeugt aber Unklarheit.
    Eine klare Positionierung wirkt fokussiert – und ist wirtschaftlich wirksamer.

    Für Freiberufler und Solo‑Selbstständige bedeutet das:

    • weniger Zeit in Akquise investieren
    • bessere Kunden anziehen
    • höhere Preise durchsetzen
    • nachhaltiger wachsen

    Expertenfokus ist kein Risiko.
    Er ist eine unternehmerische Entscheidung für Klarheit, Effizienz und Erfolg.

    Mein Extra-Tipp für dich

    Triff deine Positionierungsentscheidung nicht im stillen Kämmerlein, sondern teste sie früh am Markt.
    Formuliere deine Positionierung in einem klaren Satz und prüfe sie aktiv: Verstehen neue Kontakte sofort, für wen du arbeitest und wobei du hilfst? Wenn du dafür länger als 10 Sekunden erklären musst, solltest du nachschärfen.

    FAQ zur Positionierung für Freiberufler & Solo‑Selbstständige

    Was bedeutet Positionierung im Business?

    Positionierung beschreibt, für wen du arbeitest, welches konkrete Problem du löst und warum genau du dafür die richtige Wahl bist. Eine klare Positionierung sorgt dafür, dass potenzielle Kunden dein Angebot sofort verstehen und einordnen können.


    Was ist mit einem „Bauchladen‑Angebot“ gemeint?

    Ein Bauchladen bezeichnet ein sehr breites Leistungsangebot ohne klaren Fokus auf eine Zielgruppe oder ein spezifisches Problem. Solche Angebote wirken oft unklar und austauschbar, was die Kundengewinnung erschwert.


    Warum ist ein Bauchladen problematisch?

    Ein Bauchladen kostet Zeit und Geld, weil:

    • du mehr erklären musst
    • unpassende Anfragen entstehen
    • Preisdiskussionen häufiger sind
    • deine Expertise nicht klar erkennbar ist

    Klare Positionierung reduziert Aufwand und erhöht die Abschlussquote.


    Was ist eine Nische?

    Eine Nische ist die klare Spezialisierung auf eine bestimmte Zielgruppe mit einem konkreten Problem in einer klaren Situation. Sie hilft dir, sichtbar, relevant und unterscheidbar im Markt zu werden.


    Bedeutet eine Nische, dass ich weniger Kunden habe?

    Nein. Eine Nische sorgt dafür, dass die richtigen Kunden auf dich aufmerksam werden. Qualität ersetzt Quantität. In der Praxis führt das häufig zu besseren Projekten und stabileren Umsätzen.


    Warum ist ein Expertenfokus besser als ein breites Angebot?

    Experten werden gezielt gesucht und empfohlen. Allrounder werden verglichen.
    Ein klarer Fokus:

    • schafft Vertrauen
    • erhöht die Zahlungsbereitschaft
    • macht Marketing einfacher
    • steigert die Effizienz deiner Arbeit

    Muss ich mich sofort festlegen?

    Nein. Positionierung ist keine endgültige Entscheidung, sondern eine strategische Ausrichtung für einen bestimmten Zeitraum. Sie darf und soll sich mit deinem Business weiterentwickeln.


    Kann ich meine Positionierung später ändern?

    Ja. Eine Anpassung ist jederzeit möglich. Wichtig ist, nicht dauerhaft unklar zu bleiben. Klarheit ist immer besser als Perfektion.


    Woran erkenne ich, dass meine Positionierung funktioniert?

    Typische Anzeichen:

    • Kunden sagen: „Genau dich habe ich gesucht“
    • Anfragen passen besser zu deinem Angebot
    • Gespräche sind kürzer und klarer
    • Preisdiskussionen nehmen ab
    • Empfehlungen werden gezielter

    Sich vom Bauchladen zu trennen, dazu gehört Mut – oft auch Zeit. Lass uns gemeinsam einen guten Weg finden.

    Autorin: Kerstin Rettig, Inhaberin von unternehmbar, 01.03.2026

  • Buchhaltung & Rechnungswesen 2026 – Überblick für Solo-Selbstständige

    Buchhaltung & Rechnungswesen 2026 – Überblick für Solo-Selbstständige

    Buchhaltung und Rechnungswesen sind für viele Selbstständige ein schwieriges Thema. Auch ohne eine kaufmännische Ausbildung müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen verstanden und angewendet werden. Diese Regeln betreffen unter anderem Rechnungen, Belege, digitale Unterlagen und steuerliche Meldungen. Dieser Beitrag gibt einen ersten allgemeinen Überblick über zentrale gesetzliche Regelungen, die im Jahr 2026 im Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen (weiterhin) gelten. Er soll gerade Freiberuflern und Solo-Selbstständigen zur Orientierung dienen, ersetzt aber keine Steuer- oder Rechtsberatung.

    1. Elektronische Rechnungen (E‑Rechnung)

    Seit 2025 beschäftigt dieses Thema alle Selbstständigen.

    Was ist eine E‑Rechnung?

    Eine E‑Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, welches so aufgebaut ist, dass Rechnungsdaten automatisch elektronisch verarbeitet werden können.

    Wichtig ist die Abgrenzung:

    • Eine PDF‑Rechnung oder ein Scan gilt rechtlich nicht als E‑Rechnung.
    • Solche Formate werden als „sonstige Rechnungen“ bezeichnet.

    Gesetzlicher Hintergrund

    Die Einführung der E‑Rechnung im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen (B2B) beruht auf Änderungen des Umsatzsteuergesetzes. Ziel ist eine stärkere Digitalisierung und Vereinheitlichung des Rechnungsaustauschs.

    Bedeutung im Jahr 2026

    Im Jahr 2026 gelten bereits gesetzliche Vorgaben zur E‑Rechnung. Dabei wird unterschieden zwischen:

    • dem Empfang elektronischer Rechnungen und
    • der Ausstellung elektronischer Rechnungen

    Umsatzgrenze für kleine Unternehmen: 

    Für das Ausstellen von Rechnungen gilt eine Übergangsregelung für kleine Unternehmen, die die Umsatzgrenze von 800.000 € im vergangenen Jahr nicht überschritten haben – es sind neben den E-Rechnungen auch Papier-/pdf-Formate noch zulässig. Es muss jedoch trotzdem sichergestellt sein, das E-Rechnungen empfangen und verarbeitet werden können.

    Wichtige Ausnahmen:

    Von der Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen sind u.a. ausgenommen

    • Kleinunternehmer nach § 19 UstG
    • B2C-Geschäfte (Privatpersonen)
    • steuerfreie Umsätze nach § 4 Nr. 8-29 UstG
    • Kleinbetragsrechnungen bis 250€ brutto

    2. Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)

    Grundprinzip

    Die Kleinunternehmerregelung ist eine umsatzsteuerliche Sonderregelung. Sie betrifft Unternehmer, deren Umsätze bestimmte gesetzliche Grenzen nicht überschreiten.

    Seit dem Jahr 2025 gelten hierfür neue Umsatzgrenzen, die auch im Jahr 2026 maßgeblich sind:

    • Umsatz im Vorjahr: max. 25.000 €
    • Umsatz im laufenden Jahr: max. 100.000 €
    • Wichtig: wird die 100.000‑€‑Grenze überschritten, endet die Steuerbefreiung sofort (nicht erst im nächsten Jahr)

    Was bedeutet das für Rechnungen?

    • Kleinunternehmer:
      • schreiben Rechnungen ohne Umsatzsteuer
      • müssen keine E‑Rechnung versenden
      • müssen aber E‑Rechnungen empfangen können

    Rechtliche Wirkung

    Die Anwendung der Kleinunternehmerregelung führt dazu, dass bestimmte Umsätze umsatzsteuerfrei sind. Gleichzeitig gelten besondere gesetzliche Vorgaben, zum Beispiel für:

    • Rechnungsangaben
    • umsatzsteuerliche Erklärungen

    Abgrenzung

    Die Kleinunternehmerregelung betrifft ausschließlich die Umsatzsteuer.
    Andere Pflichten – etwa zur Buchführung, zu Aufzeichnungen oder zur Aufbewahrung von Unterlagen – bestehen unabhängig davon.

    3. GoBD – Ordnungsmäßige Buchführung in elektronischer Form

    Was sind die GoBD?

    Die GoBD („Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“) sind Verwaltungsanweisungen der Finanzverwaltung.

    Sie konkretisieren, wie steuerlich relevante Daten

    • erfasst,
    • verarbeitet,
    • gespeichert und
    • für Prüfungszwecke zugänglich gemacht
      werden müssen, wenn Buchführung oder Aufzeichnungen elektronisch erfolgen.

    Relevanz im Jahr 2026

    Die GoBD gelten unabhängig von der Unternehmensgröße, sobald elektronische Systeme zur Buchhaltung oder Dokumentenablage genutzt werden. Sie betreffen sowohl:

    • die laufende Buchführung als auch
    • die Aufbewahrung digitaler Belege und Unterlagen.

    Im Jahr 2026 sind insbesondere Anpassungen relevant, die in den letzten Jahren im Zusammenhang mit digitaler Archivierung und Datenzugriff erfolgt sind.

    Wichtige Neuerungen, die im Laufe des Jahres 2025 in kraft getreten sind u.a.:

    • revisionssichere (digitale) Archivierung von E-Rechnungen
    • digitale Archivierung hat Vorrang vor Papierbelegen
    • Aufbewahrungsfrist für viele Belegarten wurde auf 8 Jahre verkürzt
    • notwendige Ergänzung der Verfahrensdokumentation (u.a. digitale Aufbewahrung/Archivierung)

    4. Einnahmen‑Überschuss‑Rechnung und Buchführung

    Einnahmen‑Überschuss‑Rechnung (EÜR)

    Viele Freiberufler und Solo‑Selbstständige ermitteln ihren Gewinn mittels Einnahmen‑Überschuss‑Rechnung. Diese Form der Gewinnermittlung ist gesetzlich vorgesehen und vergleichsweise einfach aufgebaut.

    Unabhängig davon gilt

    Unabhängig von der Art der Gewinnermittlung bestehen gesetzliche Pflichten, insbesondere:

    • Einnahmen und Ausgaben aufzuzeichnen
    • Belege aufzubewahren
    • gesetzliche Fristen einzuhalten

    Unter bestimmten Voraussetzungen kann zudem eine Buchführungspflicht (Bilanzierungspflicht) entstehen.

    Wer darf eine Einnahmenüberschussrechnung abgeben?

    Das ist im § 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes geregelt:

    • alle Freiberufler (unabhängig von Umsatz und Gewinn) – Ausnahme: Kapitalgesellschaften (z.B. GmbH)
    • alle Kleinunternehmer (§ 19 UstG)
    • Gewerbetreibende, die einen Jahresumsatz von weniger als 800.000 Euro oder einen Jahresgewinn von weniger als 80.000 Euro haben

    Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) müssen kraft Rechtsform immer bilanzieren.

    5. Warum handgemachte Buchhaltung zunehmend an Grenzen stößt

    Die heutigen gesetzlichen Anforderungen an Buchhaltung und Rechnungswesen sind stark von Digitalisierung und Nachvollziehbarkeit geprägt. Gesetzliche Regeln zu elektronischen Rechnungen, digitaler Aufbewahrung, Datenzugriff und Fristen setzen voraus, dass Informationen strukturiert, konsistent und über mehrere Jahre unverändert verfügbar sind.

    Eine rein handgemachte Buchhaltung – etwa mit einzelnen Dateien, manuellen Listen, Excel-Tabellen oder unsystematischen Ablagen – kann diese Anforderungen gar nicht oder nur noch eingeschränkt abbilden. Die gesetzlichen Vorgaben beziehen dabei sich nicht auf die Arbeitsweise einzelner Personen, sondern auf das Ergebnis der Dokumentation: Daten müssen vollständig, prüfbar und maschinell auswertbar vorliegen.

    Vor diesem Hintergrund gewinnt der Einsatz geeigneter Softwarelösungen an Bedeutung. Dabei lassen sich unterschiedliche Organisationsformen unterscheiden:

    • DIY (Do It Yourself): Die Buchhaltung wird eigenständig durchgeführt, in der Regel mit unterstützender Software.
    • DWY (Done With You): Buchhaltung erfolgt arbeitsteilig, zum Beispiel gemeinsam mit beratender Unterstützung.
    • DFY (Done For You): Die Buchhaltung wird vollständig an externe Dienstleister ausgelagert.

    Lies dazu auch den Artikel: DIY-,DWY-, DFY- Service-Modelle

    Welche Form du wählst, ist keine gesetzliche Frage, sondern eine organisatorische Entscheidung. Unabhängig davon setzen die aktuellen Regelungen jedoch voraus, dass die verwendeten Systeme die gesetzlichen Anforderungen technisch und strukturell abbilden können.

    Wenn du für deine Entscheidung einen Sparrings-Partner suchst, dann lass´ uns kurz telefonieren.

    FAQ – „Buchhaltung und Rechnungswesen 2026“

    Was ist der Unterschied zwischen einer E‑Rechnung und einer PDF‑Rechnung?

    Eine E‑Rechnung liegt in einem strukturierten elektronischen Format vor und kann automatisch verarbeitet werden.
    Eine PDF‑Rechnung ist keine E‑Rechnung, sondern gilt rechtlich als sonstige Rechnung.


    Betrifft die E‑Rechnung auch kleine Unternehmen?

    Ja.
    Die gesetzlichen Regelungen zur E‑Rechnung betreffen grundsätzlich Unternehmen jeder Größe. Welche Pflichten im Einzelfall gelten, hängt unter anderem vom Geschäftspartner und vom steuerlichen Status ab.


    Was bedeutet die Kleinunternehmerregelung?

    Die Kleinunternehmerregelung ist eine umsatzsteuerliche Sonderregelung.
    Sie betrifft ausschließlich die Umsatzsteuer und ändert nichts an Buchhaltungs‑ oder Aufbewahrungspflichten.


    Was sind die GoBD in einfachen Worten?

    Die GoBD sind Regeln der Finanzverwaltung für die ordnungsgemäße digitale Buchhaltung.
    Sie beschreiben, wie steuerlich relevante Daten erfasst, gespeichert und geprüft werden können.


    Wie lange müssen Rechnungen und Belege aufbewahrt werden?

    Je nach Art der Unterlage gelten gesetzliche Fristen:

    • 10 Jahre für bestimmte Abschlussunterlagen
    • 8 Jahre für Rechnungen und Buchungsbelege
    • 6 Jahre für geschäftliche Korrespondenz

    Die Frist beginnt jeweils am Ende des Kalenderjahres, in dem die letzten Eintragungen in die Bücher gemacht worden sind.


    Warum wird „handgemachte“ Buchhaltung immer schwieriger?

    Die heutigen gesetzlichen Regeln setzen voraus, dass Buchhaltungsdaten:

    • strukturiert,
    • nachvollziehbar,
    • unverändert und
    • maschinell auswertbar
      vorliegen.

    Rein manuelle oder unsystematische Ablagen können diese Anforderungen nur noch eingeschränkt abbilden. Deshalb spielen digitale Systeme im Rechnungswesen eine immer größere Rolle.

    Unabhängig von der gewählten Form müssen die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.


    Wird es weitere Inhalte zu diesen Themen geben?

    Ja.
    Der Artikel ist Teil einer Content‑Serie, in der einzelne Themen wie E‑Rechnung, GoBD und Aufbewahrungspflichten separat und verständlich erläutert werden – weiterhin rein informativ.

    Fazit: Was du dir für 2026 merken solltest

    ✅ E‑Rechnung kommt – Empfangspflicht ernst nehmen
    ✅ Kleinunternehmergrenzen genau beobachten
    ✅ Digitale Buchhaltung muss GoBD‑konform sein
    ✅ Aufbewahrungsfristen einhalten (8 Jahre!)
    ✅ Weniger Papier, mehr digitale Ordnung

    Fragen oder Klärungsbedarf?


    Gerne stehe ich für einen sachlichen Austausch zu den hier beschriebenen Themen zur Verfügung. Ich unterstütze dich dabei, gesetzliche Rahmenbedingungen einzuordnen, Zusammenhänge zu verstehen und organisatorische Fragen rund um Buchhaltung, Rechnungen und digitale Prozesse zu klären.

    Autorin: Kerstin Rettig, Inhaberin von unternehmbar. – 28.02.2026

  • KOMPASS‑Förderung: Bis zu 4.500 Euro für Solo-Selbstständige

    KOMPASS‑Förderung: Bis zu 4.500 Euro für Solo-Selbstständige

    Freiberufler und Solo‑Selbstständige stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen ihr Geschäftsmodell ständig weiterentwickeln, tragen Weiterbildungskosten dafür aber vollständig selbst. Genau hier setzt die KOMPASS-Förderung – Kompakte Hilfe für Solo‑Selbstständige an. Das Programm unterstützt gezielt Weiterbildungen und Qualifizierungen, die die Zukunftsfähigkeit und Krisenfestigkeit der Selbstständigkeit sichern. Unter bestimmten Voraussetzungen sind bis zu 90 % Zuschuss, maximal 4.500 Euro, möglich.

    Was beinhaltet das Förderprogramm KOMPASS?

    KOMPASS ist ein bundesweites Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und wird über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) mitfinanziert. Ziel ist es, Solo‑Selbstständige durch individuell ausgewählte Weiterbildungen langfristig zu stärken.

    Gefördert werden Qualifizierungen, die:

    • das bestehende Geschäftsmodell absichern oder weiterentwickeln,
    • neue Kompetenzen vermitteln (z. B. Digitalisierung, Marketing, BWL),
    • die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

    Wer kann die KOMPASS‑Förderung nutzen?

    Förderberechtigt sind Solo‑Selbstständige und Freiberufler im Haupterwerb. Das bedeutet konkret:

    • mindestens 51 % der Einkünfte stammen aus selbstständiger Tätigkeit,
    • Wohnsitz und Geschäftstätigkeit in Deutschland,
    • die Selbstständigkeit besteht seit mindestens zwei Jahren,
    • es sind maximal 1 Vollzeitäquivalent (1 VZÄ) an Mitarbeitenden beschäftigt,
    • die De‑minimis‑Grenze von 300.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren wird nicht überschritten.

    Wichtig für kleine Unternehmen:
    Unternehmen mit mehreren Mitarbeitenden sind nur dann förderfähig, wenn sie faktisch einer Solo‑Struktur mit höchstens 1 VZÄ entsprechen. Kleinunternehmen mit mehr Beschäftigten fallen in der Regel nicht unter KOMPASS.

    Welche Weiterbildungen werden gefördert?

    Gefördert werden Weiterbildungen bzw. Qualifizierungen, die der Sicherung oder Weiterentwicklung der beruflichen Existenz dienen.

    Zentrale Kriterien:

    • Mindestumfang: 20 Stunden
    • Abschluss innerhalb von sechs Monaten
    • Interaktive Lernform (Präsenz oder Live‑Online)
    • professioneller Anbieter mit Teilnahmezertifikat

    Typische förderfähige Inhalte sind:

    • betriebswirtschaftliche Kenntnisse (Kalkulation, Controlling, Finanzierung),
    • digitale Kompetenzen (Online‑Marketing, Social Media, KI‑Schulungen),
    • methodische Fähigkeiten (Projektmanagement, Präsentation),
    • berufsspezifische Fachqualifikationen,
    • persönlich‑soziale Kompetenzen mit klarem Businessbezug.

    Nicht gefördert werden z. B. reine Selbstlern‑Videokurse oder gesetzlich vorgeschriebene Pflichtqualifikationen.

    Wie hoch ist die Förderung?

    Die KOMPASS‑Förderung ist besonders attraktiv:

    • Förderquote: bis zu 90 %
    • Maximale förderfähige Kosten: 5.000 Euro netto
    • Maximaler Zuschuss: 4.500 Euro
    • Eigenanteil: mindestens 10 %
    • Förderung: einmal innerhalb von 12 Monaten möglich

    Die Kosten sind zunächst vorzufinanzieren und werden nach Abschluss der Weiterbildung anteilig erstattet.

    Ablauf der Antragstellung (Kurzüberblick)

    1. Kontaktaufnahme mit einer KOMPASS‑Anlaufstelle und Beratungsgespräch
    2. Auswahl einer passenden Weiterbildung
    3. Ausstellung eines Qualifizierungsschecks vor Maßnahmebeginn
    4. Durchführung der Weiterbildung und Vorfinanzierung
    5. Antrag auf Kostenerstattung im Förderportal
    6. Auszahlung des Zuschusses

    Hier findest du eine aktuelle Liste der KOMPASS-Anlaufstellen. Es gibt keine regionale Bindung.

    Wende dich zuerst an eine KOMPASS-Anlaufstelle, um den Ablauf und die erforderlichen Unterlagen zu besprechen. Nur so ist sichergestellt, dass alle Förderkriterien auch erfüllt sind und am Ende eine Bewilligung erfolgen kann.

    Häufige Fragen zur KOMPASS‑Förderung (FAQ)

    Was ist die KOMPASS‑Förderung?

    Die KOMPASS‑Förderung ist ein bundesweites Förderprogramm für Solo‑Selbstständige und Freiberufler. Sie unterstützt Weiterbildungen und Qualifizierungen, die das Geschäftsmodell sichern oder weiterentwickeln, mit bis zu 90 % Zuschuss.


    Wer kann die KOMPASS‑Förderung beantragen?

    Förderfähig sind Solo‑Selbstständige und Freiberufler im Haupterwerb, deren Selbstständigkeit seit mindestens zwei Jahren besteht, die in Deutschland leben und arbeiten und maximal ein Vollzeitäquivalent (1 VZÄ) an Mitarbeitenden beschäftigen.


    Wie hoch ist der Zuschuss bei KOMPASS?

    Die Förderung beträgt bis zu 90 % der förderfähigen Weiterbildungskosten. Maximal können 5.000 € netto angesetzt werden, was einem Zuschuss von bis zu 4.500 € entspricht.


    Welche Weiterbildungen sind über KOMPASS förderfähig?

    Gefördert werden Weiterbildungen mit mindestens 20 Stunden Umfang, die das Geschäftsmodell stärken. Typische Themen sind Digitalisierung, Online‑Marketing, betriebswirtschaftliches Know‑how, fachliche Spezialisierungen oder unternehmerische Kompetenzen.


    Sind Online‑Weiterbildungen über KOMPASS möglich?

    Ja. Online‑Weiterbildungen sind förderfähig, wenn sie interaktiv sind (z. B. Live‑Online‑Formate mit Austausch). Reine Selbstlern‑Videokurse ohne Betreuung oder Interaktion sind in der Regel nicht förderfähig.


    Kann ich die KOMPASS‑Förderung auch als Freiberufler nutzen?

    Ja. Freiberufler gehören ausdrücklich zur Zielgruppe des Programms, sofern sie im Haupterwerb selbstständig sind und die übrigen Voraussetzungen erfüllen.


    Muss ich die Weiterbildung vorfinanzieren?

    Ja. Die Weiterbildung wird zunächst vollständig selbst bezahlt. Nach Abschluss der Maßnahme und erfolgreicher Prüfung der Unterlagen wird der förderfähige Anteil erstattet.


    Wie oft kann ich die KOMPASS‑Förderung erhalten?

    Die Förderung kann einmal innerhalb von zwölf Monaten in Anspruch genommen werden.


    Darf ich die Weiterbildung vor Antragstellung buchen?

    Nein. Die Weiterbildung darf erst nach Ausstellung des Qualifizierungsschecks begonnen oder verbindlich gebucht werden. Ein früherer Start führt in der Regel zum Ausschluss von der Förderung.


    Wie lange läuft das Förderprogramm KOMPASS?

    Die aktuelle Laufzeit des Programms ist bis 29.02.2028 vorgesehen. Förderanträge sind innerhalb dieses Zeitraums möglich, solange Haushaltsmittel verfügbar sind.


    Wer entscheidet, ob meine Weiterbildung förderfähig ist?

    Die finale Entscheidung trifft immer die KOMPASS‑Anlaufstelle im Rahmen des Beratungsgesprächs. Maßgeblich ist, ob die Weiterbildung nachvollziehbar zur Stabilisierung oder Weiterentwicklung deines Geschäfts beiträgt.

    Fazit: Lohnt sich KOMPASS für Selbstständige?

    Für Solo‑Selbstständige und Freiberufler, die gezielt in ihre Qualifikation investieren wollen, ist KOMPASS eines der attraktivsten Förderprogramme in Deutschland. Die hohe Förderquote, der klare Fokus auf Solo‑Strukturen und die große thematische Bandbreite machen das Programm besonders interessant.

    Wer die Voraussetzungen erfüllt und die Antragsschritte korrekt einhält, kann Weiterbildungen mit bis zu 4.500 Euro bezuschussen lassen – ein echter Hebel für nachhaltiges Wachstum.

    Benötigst du Unterstützung bei der Recherche geeigneter Förderprogramme oder bei der Antragstellung, dann unterstütze ich dich gern dabei.

    Mehr Infos zum KOMPASS-Förderprogramm…

    Autorin: Kerstin Rettig, Inhaberin von unternehmbar. – 27.02.2026

  • DIY, DWY oder DFY – drei Service-Modelle im Vergleich

    DIY, DWY oder DFY – drei Service-Modelle im Vergleich

    • DIY (Do It Yourself): Der Kunde setzt das Projekt eigenständig mit Tools oder Anleitungen um.
    • DWY (Done With You): Dienstleister und Kunde erarbeiten das Ergebnis partnerschaftlich im Coaching-Format.
    • DFY (Done For You): Der Dienstleister übernimmt die komplette operative Ausführung als Full-Service.


    Für Freiberufler, Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen ist die Wahl des Modells die entscheidende Stellschraube, um Budget, Zeitaufwand und Fachwissen optimal zu gestalten. In diesem Artikel erfährst du, wie sich die drei Service-Modelle unterscheiden und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind.

    Die typische Problemstellung

    Freiberufler, Solo‑Selbstständige und kleine Unternehmen kennen das nur zu gut:
    Neben der eigentlichen fachlichen Arbeit müssen Organisation, Buchhaltung, Marketing, Vertrieb, Kundenkommunikation, IT, Personalthemen und strategische Entscheidungen erledigt werden.

    Viel zu viel Zeit wird mit Büroarbeit verbracht. Dabei wäre es wichtig, den Fokus wieder mehr auf die Kernkompetenzen, die fachliche Arbeit zu richten.

    Das Problem dabei ist nicht fehlender Wille oder mangelnde Kompetenz – sondern begrenzte Zeit und Energie. Wer alles selbst macht, arbeitet oft im statt am Unternehmen. Wer zu früh alles auslagert, hat das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren oder zahlt unnötig viel Geld.

    Die Lösung liegt nicht im „Alles-oder-nichts“, sondern in einer bewussten Entscheidung pro Aufgabenbereich. Drei Modelle haben sich dabei bewährt:

    • Do-it-Yourself (DIY)
    • Done-with-you (DWY)
    • Done-for-you (DFY)

    Diese Modelle lassen sich auf jeden Bereich anwenden – von Buchhaltung über Marketing bis hin zu organisatorischen Prozessen und der IT.

    Die drei Service-Modelle im Überblick

    1. Do-it-Yourself (DIY) – „Ich mache das selbst“

    Beim DIY-Modell erledigst du Aufgaben vollständig eigenständig, kaufst dafür Software oder buchst andere Tools, die dich bei der Umsetzung oder Problemlösung unterstützen.

    Typische Beispiele

    • Eigene Buchhaltung mit Software
    • Social-Media-Posts selbst erstellen
    • Webseite selbst erstellen und Texte schreiben

    Vorteile

    • ✅ Niedrige Kosten, maximale Kostenkontrolle
    • ✅ Volle Kontrolle über Inhalte und Entscheidungen
    • ✅ Tiefes Verständnis für ablaufende Prozesse
    • ✅ Hoher Lern- und Kompetenzaufbau

    Nachteile

    • ❌ Hoher Zeitaufwand
    • ❌ Gefahr von Fehlern (z. B. rechtlich oder steuerlich)
    • ❌ Fokusverlust in Bezug zur Kernleistung
    • ❌ Skalierung kaum möglich

    Geeignet, wenn …

    • das Thema überschaubar ist
    • du es regelmäßig brauchst
    • du Spaß daran hast oder es strategisch wichtig ist

    2. Done-with-you (DWY) – „Gemeinsam ans Ziel“

    Das DWY-Modell verfolgt einen hybriden Ansatz. Du wirst von einem Experten angeleitet, beraten oder begleitet, bleibst dabei aktiv eingebunden.

    Typische Beispiele

    • Marketing-Coaching mit Umsetzungsbegleitung
    • Einrichtung der Buchhaltungssoftware und Support im laufenden Betrieb
    • Digitalisierung im Büroalltag mit externer Beratung

    Vorteile

    • ✅ Wissenstransfer und Kompetenzaufbau
    • ✅ Weniger Fehler durch fachliche Begleitung
    • ✅ Du behältst die Kontrolle
    • ✅ Nachhaltige Lösiung

    Nachteile

    • ❌ Zeitaufwand bleibt (wenn auch geringer)
    • ❌ Kosten höher als DIY
    • ❌ Erfolg hängt von deiner Mitarbeit ab

    Geeignet, wenn …

    • du langfristig unabhängig sein willst
    • das Thema komplex, aber lernbar ist
    • du Qualität sichern willst

    3. Done-for-you (DFY) – „Mach du das für mich“

    Beim DFY-Modell gibst du Aufgaben komplett an Dienstleister ab, der dir ein fertiges Ergebnis liefert.

    Typische Beispiele

    • Steuerberatung & Lohnabrechnung
    • Agentur für Webdesign oder Performance-Marketing
    • Virtuelle Assistenz für Backoffice-Aufgaben

    Vorteile

    • ✅ Massive Zeitersparnis
    • ✅ Hohe fachliche Qualität
    • ✅ Eigener Fokus auf Kernkompetenzen
    • ✅ Gute Skalierbarkeit

    Nachteile

    • ❌ Höhere laufende Kosten
    • ❌ Abhängigkeit von Dienstleistern
    • ❌ Weniger Detailwissen
    • ❌ Abstimmungsaufwand

    Geeignet, wenn …

    • Fehler teuer oder riskant sind
    • es nicht zu deinem Kerngeschäft gehört
    • du schnell Ergebnisse brauchst

    Gegenüberstellung der drei Service-Modelle


    Kriterium
    DIYDWYDFY
    Zeitaufwandhochmittelgering
    Kostengeringmittelhoch
    Kontrollesehr hochhochmittel
    Lernfaktorsehr hochhochgering
    Skalierbarkeitgeringmittelhoch
    Risiko bei Fehlernhochmittelgering
    Fokus auf Kerngeschäftgeringmittelhoch

    Die entscheidende Frage ist nicht „Was ist besser?“

    sondern: Was ist für diesen Aufgabenbereich sinnvoll?

    Ein und dieselbe Person kann:

    • Marketing im DWY-Modell umsetzen
    • Buchhaltung im DFY-Modell auslagern
    • Kundenkommunikation im DIY-Modell behalten

    Willst du mehr wissen oder brauchst duUnterstützung, um für dich die richtige Entscheidung zu treffen –

    FAQ – Häufige Fragen aus der Praxis

    Muss ich mich für ein Modell entscheiden?
    Nein. Die Modelle sind kein Entweder-oder, sondern ein flexibler Werkzeugkasten.


    Kann ich später wechseln?
    Ja – und das ist sogar sinnvoll. Viele starten mit DWY und wechseln später zu DIY oder DFY.


    Ist DFY nicht „zu teuer“?
    Nicht, wenn du berücksichtigst, was dich deine eigene Zeit kostet.


    Ist DIY am Anfang nicht immer besser?
    Nicht zwingend. Gerade in sensiblen Bereichen (Steuern, Recht, IT-Sicherheit) kann DIY teuer werden.


    Was ist der häufigste Fehler?
    Alles selbst machen – ohne klare Prioritäten.

    Fazit: Struktur schafft Freiheit

    Erfolgreiche Selbstständige unterscheiden sich nicht dadurch, wie viel sie arbeiten, sondern wie bewusst sie entscheiden:

    • Was mache ich selbst?
    • Wo lasse ich mich begleiten?
    • Und was gebe ich vollständig ab?

    Wenn du diese Entscheidungen strategisch und regelmäßig triffst, gewinnst du nicht nur Zeit – sondern auch Klarheit, Qualität und unternehmerische Freiheit.

    Lass uns herausfinden, welches Modell für dich am besten passt –

    Autorin: Kerstin Rettig, Inhaberin unternehmbar. – 26.02.2026